Klicken Sie hier um zur aktuellen Ausgabe zu gelangen

Buchtipps

Ardbeg – A Peaty Provenance

Gavin D. Smith and Graeme Wallace

tl_files/img/buchtipps/ardbeg.jpgUnd jetzt noch etwas für’s Gemüt… Nach dem Ende 2007 erschienenen großformatigen Bild- und Textband über Laphroaig gibt es nun ein weiteres sehr gutes Buch über diese Destillerie: „Ardbeg – A Peaty Provenance“ von dem renommierten Whisky-Autor Gavin D. Smith mit sehr schönen Fotos von Graeme Wallace.
216 großformatige Seiten enthalten Informationen über Geschichte, Herstellung, Abfüllungen etc. dieses Whiskys – und zwar jene Art von Informationen, die die Fans von Laphroaig wegen ihrer Details so schätzen: Maltings, Gärzeiten, Fässer, Veränderungen über die Zeit hinweg – es ist alles da. Dazu kommen sehr viele Tasting-Notes von Größen aus der Whisky-Industrie und Sammlern zu frühe(re)n und aktuellen Abfüllungen. Ein kleiner Wermutstropfen ist lediglich das fehlende Stichwortverzeichnis, aber das stört nicht wirklich. Summa summarum: Fast schon zu schön, um wahr zu sein.

Bushmills, 400 Years in the making

tl_files/img/buchtipps/bushmills.jpgIm Jahr 1608 wurde das Brennen zum ersten Mal in der Region Bushmills lizenziert. Passend zum 400-jährigen Jubiläum von Bushmills im Jahr 2008 ist nun ein Buch über die Brennerei erschienen. Autor ist der irische Experte Peter Mulryan, vom dem das ebenfalls exzellente, aber schon etwas in die Jahre gekommene „The Whiskeys of Ireland“ stammt.
In insgesamt 30 Kapiteln auf gut 190 Seiten wird nicht nur die Brennerei und deren Whiskey beleuchtet, sondern ebenso die Geschichte der irischen Whiskey-Herstellung und ihre Besonderheiten. Sogar der „Irish Coffey“ hat ein eigenes Kapitel - nein, kein Schreibfehler, es geht um die „Coffey Still“ von Aeneas Coffey, dem Vorläufer der modernen Kolonnenberennereien. Ein Kapitel über die Prohibition in Amerika, die den irischen Brennern stärker zugesetzt hat als ihren schottischen Nachbarn hat Mulryan ebenfalls eingefügt.

Goodness Nose

tl_files/img/buchtipps/goodnessnose.jpgWenn einer eine Reise macht, so hat er etwas zu erzählen. Richard Patersons Reise geht nun schon 40 Jahre in „the industry“ wie es die Schotten nennen, als gäbe es dort nichts anderes als Whisky. Des Autors Sekundant ist Gavin Smith, ein bekannter britischer Whiskybuchautor und Journalist. Wer schon einmal das Vergnügen hatte, Paterson bei einem Vortrag zu erleben, weiß, dass Schottlands bestgekleideter Master Blender aus seinem Herzen keine Mördergrube macht. So verwundert es nicht, dass er in seinem Buch sehr persönlich wird und etwas über sich selbst preisgibt. Allerdings wird keinesfalls mit „Whisky-Wissen“ gespart. Auf knapp 200 Seiten wurde viel Text zusammengetragen.
Insgesamt neun Kapitel umfasst das Buch, an dem Paterson unbestätigten Gerüchten zufolge über vier Jahre gearbeitet haben soll. Eingeteilt sind die Kapitel nach Lebensabschnitten Patersons, dabei ergänzt von drei „Spirit“-Abschnitten, dem Spirit of Campbeltown, of the Highlands und of the Islands - mit besonderem Bezug zu den Brennereien Glen Scotia, Dalmore und Fettercairn sowie Jura. Die Kapitel enthalten ebenso viel Industriegeschichte wie Einblicke in das Whiskyleben des Autors.

Japanese Whisky

tl_files/img/buchtipps/japanesewhisky.jpgUlf Buxrud hat es mal wieder geschafft: War schon sein erstes Buch zu den Rare Malts ein Volltreffer, so hat er sich dieses Mal die japanischen Whiskies vorgenommen. Damit hat er gerade für diese international aufstrebenden Whiskies Pionierarbeit geleistet - bis jetzt gab es noch kein Buch zu diesem Bereich.
Japanischer Whisky erwacht derzeit aus seinem Dornröschenschlaf oder besser gesagt, aus seiner „Insel-Isolation“. Das umfassende Buch kommt also genau zum richtigen Zeitpunkt. Buxrud porträtiert alle an der Entstehung japanischer Whiskies beteiligten Brennereien, solche, die es aktuell noch gibt und auch solche, die bereits wieder geschlossen wurden.
150 großformatige Seiten sind nur so gespickt mit Informationen, Daten und Bildern zu den Brennereien und deren Whiskies.

Jim Murray’s Whisky Bible 2008

tl_files/img/buchtipps/whiskybible.jpgJim Murray ist einer der führenden Whiskybuchautoren der Welt und einer der witzigsten dazu. Glücklicherweise kommt dieser Humor auch bei seinen „Tasting Notes“ zum Tragen. Um diese geht es in seiner Bibel, mittlerweile der fünften. Den Namen hat das dicke Taschenbuch zu Recht, sind doch 3.800 Whiskies darin verzeichnet. Neben ganz „normalen“, an jeder Ecke erhältlichen Blends auch allerlei spezielle Fassabfüllungen sowie Flaschen, deren Inhalt so teuer ist, dass er nie auf „Otto Normal-Whiskytrinkers“ Gaumen landet. Jim verkostet einfach alles, was auf seinem Schreibtisch landet, daher die beeindruckende Zahl an aufgelisteten Flaschen. Malts aus Schottland stellen mit mehr als 2.000 Einträgen den Löwenanteil. Und wer hätte gedacht, dass aus Deutschland 33, aus der Schweiz 16 und aus Österreich 31 Whiskies Eingang in die Bibel 2008 gefunden haben.

Making a Barrel

John Boakes

tl_files/img/buchtipps/makingabarrel.jpgViele Leute haben schon mal „ein Fass aufgemacht“ sprich: ordentlich gebechert. Aber kaum jemand hat eines gemacht. Das Küfer-Handwerk ist in Zeiten von Aluminium-Fässern und großen Containern zudem keine wirklich boomende Branche.
Dennoch: In der Whisky- (und Weinbrand-) Produktion kommt man nicht darum herum – schließlich ist das Eichenfass immer noch die einzige Reifequelle für die Destillate. Und wer jemals in der berühmten Whiskyfass-Fabrik und -Werkstatt „Speyside Cooperage“ zu Besuch war, hat eine Idee davon, dass die Küferei alles andere als leichte Arbeit ist – und auch nicht einfach zu erlernen.
Wie so ein Fass entsteht, beschreibt der englische (Heimat-)Autor John Boakes in dem kleinen Buch „Making a Barrel“. Auf insgesamt 50 Seiten gibt es eine kurze, aber erhellende Einführung in das Thema samt Historie und sehr vielen illustrierenden Schwarzweiß-Fotos. Die Qualität von Bildern und Text ist hoch; leider vergeblich sucht man allerdings eine Übersicht der unterschiedlichen Eichen- und Fassarten bzw. -größen. Trotzdem ein nettes Büchlein, das zudem kein echtes Loch ins Budget reißt.

The Legend of Laphroaig

tl_files/img/buchtipps/laphroaig.jpgSie schauen gerne Whiskyflaschen an? Sie mögen Islay? Laphroaig ist ihre Marke? Sie sind an Destilleriegeschichte interessiert? Bilder über Whisky sind ihr Ding?
Wer nicht alle Fragen mit „nein“ beantwortet hat, der braucht eigentlich nicht weiter zu lesen, sondern kann sofort das Buch von Marcel van Gils und Hans Offringa kaufen. Wer Laphroaig Whisky sammelt und leicht reizbar ist, der schaut eventuell besser nicht hinein – es ist frustrierend, welche Abfüllungen es gab, die man nicht hat.

The Making of Scotch Whisky – A History of the Scotch Whisky Distilling Industry

John R. Hume/Michael S. Moss

tl_files/img/buchtipps/scotchwhisky.jpgEin weiteres berühmtes und viel zitiertes Werk ist „The Making of Scotch Whisky“ von John R. Hume und Michael S. Moss. Das Buch erschien 1981 in erster Auflage, interessanterweise anlässlich des 100. Geburtstags der Destillerie von Bruichladdich auf Islay.
Einer gut 20-seitigen Einführung in die Herstellung von Whisky, die durchaus lesenswert und informativ ausfällt, folgt auf rund 200 Seiten vor allem Historisches zum Thema. Acht Kapitel decken insgesamt einen Zeitraum von 1494, als der berühmte Friar John Cor seine „eight balls of malt“ erhält, um damit „aqua vitae“ zu machen, bis nach dem Zweiten Weltkrieg ab.. Überall wird die große Fach- und Sachkenntnis der Autoren, ein Universitätsarchivar und ein Gebäudeinspektor, deutlich.
Obwohl das Buch im Jahr 2000 eine Neuauflage erfuhr, ist es gerade die Perspektive von 1981, die die erste Auflage so interessant macht: Margaret Thatcher war britische Premierministerin, und es sollten eine wirtschaftliche Rezession, heftige Streiks und die Schließung vieler Destillerien folgen. Die Entwicklung von 1981 bis 2000 wird in einem zusätzlichen Kapitel dargestellt, allerdings recht knapp. Erwähnenswert sind auch die vielen, zum Teil historischen Fotos. Ein schönes Buch.

The Whisky River – Distilleries of Speyside

tl_files/img/buchtipps/whiskyriver.jpgIndividuelle Kommentare erfreuen auch den Leser von Robin Laings „The Whisky River – Distilleries of Speyside“. Laing, einem breiteren Publikum als Musiker und Sänger bekannt, der unter anderem mehrere CDs mit Songs zum hochprozentigen Lieblingsthema herausgebracht hat, geht mit viel Schwung und Humor ans Werk. Hat er wohl auch durchaus brauchen können, denn das Buch ist nicht ohne: Auf mehr als 200 mit Fotos und inspirierten Zeichnungen (von Bob Dewar) garnierten Seiten bringt Laing, der auch einen Sitz im Tasting Panel der renommierten Scotch Malt Whisky Society (SMWS) hat, die Fakten und Eindrücke zu Papier, die er bei seinen Besuchen aller Speyside-Brennereien gesammelt hat – von Aberlour bis Tormore, gegliedert nach Regionen (Moray, Elgin, Keith, Dufftown usw.). Immer wieder gelingt es dem Künstler, dem Leser seine jeweiligen Stimmungen, Erinnerungen oder Assoziationen sehr nahe zu bringen, der dann auch ständig zwischen Staunen, Rührung und Schmunzeln oszilliert. Dabei fehlen weder eine Menge an „hard facts“ und Historie noch eine große Zahl an Verkostungsnotizen zu einzelnen hervorgehobenen Abfüllungen. Und auch Historisches kommt „zu Wort“ – oft in Form von Anekdoten, Volksweisheiten und Dichterworten. Unbedingt empfehlenswert, sogar für Torfnasen!

Whisky Guide Schweiz 2016

tl_files/img/buchtipps/WGuideCH_Cover.jpg

Wegweiser zu den besten Bars, Shops & Adressen

Die Absicht des Whisky Guide ist es, die besten Whisky-Bars und die 
besten Whisky-Fachgeschäfte der Schweiz in einem jährlichen 
Leitfaden zu präsentieren. In diesem Jahr erscheint er bereits in der 
zweiten Auflage. Erneut zeigt sich darin die schweizerische Whisky- 
Szene in ihrer ganzen und überraschenden Grösse und Vielfalt, erwei- 
tert um eine ganze Anzahl neuer Whisky-Bars und -Fachgeschäfte. Ein 
handliches Nachschlagewerk für die wachsende Whisky-Gemeinde 
dieses Landes, in der sie alle notwendigen Angaben findet für weitere 
genussvolle Entdeckungsreisen zu ihrem „aqua vitae“. 

Die Absicht des Whisky Guide ist es, die besten Whisky-Bars und die besten Whisky-Fachgeschäfte der Schweiz in einem jährlichen Leitfaden zu präsentieren. In diesem Jahr erscheint er bereits in der sechsten Auflage. Erneut zeigt sich darin die schweizerische Whisky- Szene in ihrer ganzen und überraschenden Grösse und Vielfalt, erweitert um eine ganze Anzahl neuer Whisky-Bars und -Fachgeschäfte. Ein handliches Nachschlagewerk für die wachsende Whisky-Gemeinde dieses Landes, in der Sie alle notwendigen Angaben finden für weitere genussvolle Entdeckungsreisen zu ihrem „aqua vitae“.

Bestellen Sie den Whisky Guide Schweiz 2016 hier.

 

Whisky – Technology, Production and Marketing

Edited by Inge Russell

tl_files/img/buchtipps/whisky-technology-production-marketing.jpgIn diesem englischsprachigen Buch geht es tatsächlich ans Eingemachte… Wer wissen will, wie sich der pH-Wert während der Fermentierung in einer Malt-Whisky-Destillerie allmählich ändert, wie die Hydrolyse bei der Umwandlung von Stärke in Alkohol abläuft oder wie genau sich die Destillation in der spirit still auf die Qualität des Produkts auswirkt, der wird hier fündig werden.
Auf nicht weniger als 366 Seiten geht es in „Whisky – Technology, Production and Marketing“ um alles, was zu diesen Themen gesagt werden kann. In zehn Kapiteln befassen sich Experten mit zumeist akademischem Hintergrund unter anderem mit den Rohmaterialien und dem Produktionsverfahren bei Malts, mit der Malt- und Grain-Whisky-Destillation, mit Reifung und Blending. Besonders interessant ist Kapitel neun, schlicht „Whisky Analysis“ genannt. Es bietet eine Art Zusammenfassung der vorangegangenen Seiten sowie einen Überblick über die Länder, in denen Whisky produziert wird. Zudem wird unter anderem erläutert, was deren jeweiligen Destillate voneinander unterscheidet, wie Alkoholstärke gemessen wird etc.
Ein hochgradig wissenschaftlich orientiertes Mega-Buch, das Laien und Whisky-Novizen gleichermaßen langweilen wie überfordern dürfte, für den Connaisseur und Whisky-Fan aber ein echtes Vergnügen darstellt.

Whisky. Kompakt und visuell.

tl_files/img/buchtipps/whisky-kompakt-visuell.jpgSehr erfreulich ist dieses von Charles MacLean herausgegebene Buch. „Kompakt und visuell“, so heißt der fast 300 Seiten starke und mit mehr als 600 größtenteils farbigen Abbildungen versehene neue Band im Untertitel zu Recht, und dennoch ist er immens umfassend.
Das Werk stellt vermutlich mehr oder weniger alle derzeit aktiven Whisky-Hersteller auf der ganzen Welt samt jeweils einigen Produkten vor - von riesigen Konzernen bis hin zum Scheunen-Destillateur. Dazu gibt es eine sehr informative Einführung in Zutaten und Herstellung und ein schier endloses Konvolut kurzer Anekdoten und längerer Hintergrund-Essays, die selbst echten Connaisseurs noch das eine oder andere Neue vermitteln - etwa über den Brennerei-Architekten Charles Doig, den Whisky-Skandal um die Firma Pattison in Leith anno 1898 oder was japanischen von anderen Whisk(e)ys unterscheidet.